Was ist eine Apostille?
Eine einzige Bescheinigung, mit der eine öffentliche Urkunde aus einem Land ohne weitere Schritte in einem anderen gilt, nach dem Haager Übereinkommen von 1961. Sie stellt eine zuständige Stelle des Ausstellungslandes aus: in Panama das MIRE, beim deutschen Führungszeugnis das Bundesamt für Justiz. Diese eine Bescheinigung genügt, damit das Dokument in jedem anderen Vertragsstaat wirksam ist.
Was ist die konsularische Legalisation?
Das Verfahren, das es vor der Apostille gab und das weiterhin für Länder gilt, die nicht Vertragsstaat des Haager Übereinkommens von 1961 sind. Es funktioniert als Kette von Legalisationen: Das Dokument durchläuft mehrere Stellen, etwa ein Ministerium im Ausstellungsland und danach das Konsulat des Ziellandes, bis es anerkannt ist. Weil mehr Behörden beteiligt sind, dauert es länger und kostet mehr als eine Apostille.
Woran erkennen Sie, welches Verfahren Ihr Dokument braucht?
Entscheidend ist, ob beide Länder, das ausstellende und das empfangende, Vertragsstaaten des Übereinkommens sind. Sind es beide, genügt die Apostille. Ist eines davon kein Vertragsstaat, wird das Dokument konsularisch legalisiert. Den Status jedes Landes finden Sie in der offiziellen Statustabelle. Panama ist seit Jahrzehnten Vertragsstaat, Kanada seit Januar 2024.
| Ihr Dokument | Verwendet in | Was es braucht |
|---|---|---|
| Deutsches Führungszeugnis | Panama | Apostille vom Bundesamt für Justiz |
| Dokument aus Österreich oder der Schweiz | Panama | Apostille der dortigen zuständigen Stelle |
| FBI Identity History Summary | Panama | Apostille vom US-Außenministerium |
| Panamaisches Dokument | Anderer Vertragsstaat, etwa Deutschland | Apostille vom MIRE |
| Dokument aus einem Nichtvertragsstaat | Panama | Konsularische Legalisation |
Weder Apostille noch Legalisation übersetzen das Dokument: Sie bestätigen nur Unterschriften und Stempel. Nachdem das Original in seinem Land apostilliert oder legalisiert wurde, übersetzt es in Panama ein TPA, damit die Übersetzung diese Stempel enthält. Die richtige Reihenfolge ist immer: zuerst legalisieren, dann übersetzen.
Werden Apostille und Konsulatsstempel mitübersetzt?
Ja, sie sind Teil des Dokuments. Übersetzt ein nach dem Exekutivdekret 975 von 2017 zertifizierter TPA ein apostilliertes oder legalisiertes Dokument, gibt die Übersetzung auch die Apostille oder die Konsulatsstempel wieder: Nummer, Datum und ausstellende Stelle. Deshalb wird das Original vor der Übersetzung apostilliert oder legalisiert. Andersherum fehlt die Bescheinigung in der Übersetzung, und der Schalter weist sie meist zurück.
Übernimmt Lingo die Apostille oder die Legalisation?
Nein. Lingo bietet weder Apostille noch Legalisation noch notarielle Beglaubigung an. Ein ausländisches Dokument wird im Ausstellungsland apostilliert oder legalisiert, ein panamaisches beim MIRE, direkt oder über Ihren Anwalt. Unser Teil kommt danach: die beglaubigte Übersetzung, aus dem Deutschen ab 25 $ pro Seite mit 250 Wörtern, in bis zu 3 Werktagen. Gern erklären wir Ihnen die richtige Reihenfolge.
Den ganzen Ablauf Schritt für Schritt lesen Sie in Dokumente für Panama apostillieren und übersetzen.